Mitarbeitende

Initiator & Gründer

Geboren im November 1990 in Berlin und aufgewachsen im Problembezirk "Wedding", mussten wir zwar nicht hungern, doch Urlaub war dennoch nicht möglich. Inmitten des Kultur-Cocktails in dem ich aufwuchs, gab es nicht viel mehr, als die Straße zum Spielen, mit Fußball hatte ich es nicht so und es fehlten Alternativen. Ein Rad gab es zwar daheim, doch war ich mit dem Baumarkt-Bomber sehr schnell an Grenzen gestoßen, die mich den Spaß doch recht schnell verlieren. Nur durch einen weit entfernten Freund der Familie, der mein Interesse daran gesehen hat, kam ich zu meinem ersten "richtigen" Mountainbike - Ein Specialized Rockhopper.

Leider lief es im Elternhaus immer schlechter und meine Eltern suchten mit dem Jugendamt in Berlin gemeinsam eine Möglichkeit, so dass ich mit Beginn der Oberschule in das Internat der Königin-Luise-Stiftung kam und meinen Schulalltag inmitten von Diplomaten- und Unternehmer-Kindern bestritten habe. Dort machte ich zwar meinen Abschluss, verlor aber jeglichen Anschluss. Zur Familie hatte ich immer weniger Kontakt, wurde zum "schwarzes Schaf" degradiert und auch den Kontakt zu dem Bekannten, der mich zum Radsport brachte, untersagte mir meine Mutter. So kam ich nach der Schulzeit, damit auch der Zeit im Internat ,wieder in ein Jugendhilfe-Programm, dieses mal allerdings in meine erste eigene Wohnung; Mit 16 Jahren und das wieder inmitten des berühmten Weddings - in der Buttmannstraße, damals noch "Berlins Drogenstraße" von einer örtlichen Zeitung, völlig zurecht genannt. Ohne Anschluss zur Familie, sinnvolle Freizeitaktivitäten und Perspektiven kam alles wie es musste. Schon früh begann ich Drogen zu konsumieren und mich in Kreisen aufzuhalten, die mich sicher nicht positiv beeinflusst haben. Begonnen hab ich mit dem Kiffen, und damit schon im Internat und dabei blieb es auch, bis zum völligen Chaos; Nach missglückten Suizidversuchen beider Elternteile, gelang es meinem Vater eines Tages doch. Gerade einmal 17 Jahre alt, war ich völlig überfordert, denn mir hatte für mein Leben keiner geholfen und ich war natürlich immer noch enttäuscht, dennoch versuchte ich zu helfen wo ich konnte. Um nun auch noch der Leistungsgesellschaft gerecht zu werden, und weiterhin meiner Arbeiten nachgehen zu kommen, kamen nun auch Amphetamine zu meinem Konsum hinzu. Dann verstarb auch noch meine Tante und somit letzter Bezug zur Familie sehr früh an Krebs und hinterließ mit etwa 35 Jahren drei Kinder zwischen 6 und 12 Jahren.. Das war mein Schlüsselmoment, denn ich war nicht mehr in der Lage zu helfen und musste zusehen, wie die Kids allesamt in Heime in Berlin kamen und ihr Schicksal damit nahezu besiegelt war. Ich hingegen beendete zwar die Ausbildung zum Kaufmann für audiovisuelle Medien, doch war ich körperlich und geistig verbraucht und das mit gerade einmal rund 20 Jahren. Längst hatte ich zwar Geld und dennoch keine Rechnungen mehr bezahlt, Freundschaften vernachlässigt und die Nahrungsaufnahme war auch nur noch Mittel zum Zweck.

Ende 2012 zog ich dann die Reißleine und holte mir Hilfe in einer Suchtklinik in Berlin und absolvierte dort eine stationäre Therapie, die insgesamt über 12 Monate ging. Doch ein Problem hatte ich und das war elementar; Ich hatte keinen Sinn im Leben und schon gar keine Freude mehr. Durch das fehlen der Drogen fehlten dann auch noch diese emotionalen Höhen und Tiefen, was das Leben trist und langweilig aussehen lässt. Bis ich wieder aufs Rad gefunden habe und plötzlich waren die wichtigsten Dinge gelöst; Ich hatte ein Ziel, denn wer konsumiert, kann sich kein Rad leisten und das war es, was ich wollte. Außerdem war ich beschäftigt zu Zeiten, in denen man mit seinem Freiraum nichts anzufangen weiß und das Wichtigste war, ich hab wieder zu mir selbst gefunden. Körperliche und geistige Grenzen erreichen, euphorische aber auch deprimierende Erlebnisse, Natur und meine Umwelt, all das konnte ich wieder ganz bewusst erleben. Biken hat mir das Leben erst ermöglicht, könnte man also sagen, denn ich entschied mich auch beruflich etwas mit dem Rad zu machen. Ich lernte eine wunderbare Frau kennen, super nette Menschen und bereiste halb Europa mit dem BigBike. Das alles wurde nur noch getoppt mit der Geburt meines Sohnes Mitte 2017, welche mich ein weiteres Stück umdenken ließ. Nun möchte ich mein Erlebtes, Erfahrungen und meine Fähigkeiten dazu nutzen, anderen Kids Alternativen zu bieten, die ich gut gebraucht hätte und gleichzeitig auch einen Mehrwert für jeden Einzelnen zu ermöglichen. Also gründete ich 2018 Fa-Fi UG (haftungsbeschränkt) mit dem Ziel jedem zu helfen, ohne von jemandem nur nehmen zu müssen und entschied mich deshalb von Beginn an für eine soziales Unternehmenskonzept.

Unternehmen & Team

Unser Unternehmenssitz ist in Berlin, von wo auch der Stamm unserer Partner stammt mit denen wir zusammenarbeiten. Wir setzen dabei bewusst auf Outsourcing-Partner, die uns mit ihrer Professionalität und Flexibilität optimal ergänzen. Hierbei legen wir großen Wert auf die Abstimmung sozialer Interessen und Ziele, die wir gemeinsam mit verschiedenen Unternehmen verfolgen. 

Wichtigster Bestandteil unseres Netzwerkes sind die sozialen Einrichtungen, die wir mit unserem Angebot bedienen und die uns, gemeinsam mit ihren Kids großes Vertrauen entgegenbringen. Aber auch unsere Fachhändler, die den reibungslosen Ablauf, die Wartung und auch die Beratung der Mieter übernehmen sind wesentlicher Bestandteil unseres Unternehmens und wir sind stetig dabei, dies auszubauen. 

In regelmäßigen Abständen stellen wir euch neue Teammitglieder auf unseren Social-Media Kanälen vor - Schaut doch mal rauf!